Laufenburg: Blick über die Altstädte & Kirche Heilig Geist
Geniessen Sie einen unvergesslichen Ausblick auf die Schweizerische Schwesterstadt und den Rheinbogen.
In der vorderösterreichischen Stadt Laufenburg gab es zwei Pfarrkirchen: Linksrheinisch St. Johann der Täufer im Bistum Basel und rechtsrheinisch Heilig Geist, das erst zum Bistum Konstanz und seit badischer Zeit zum Erzbistum Freiburg gehört. Da in der Brückenvorstadt – heute Laufenburg (Baden) – bis zur Trennung Altlaufenburgs Anfang 1802 im Zuge des sogenannten Friedens von Luneville nie mehr als 300 Menschen leben, ist die 1324 bezeugte ecclesia sancti spiritus (Heilig Geist-Kirche) nur eine Kapelle und eine Filiale von St. Magnus in Murg, dokumentiert Stadtarchivar Martin Blümcke.
Im Jahr 1493 ist dann erstmals von einer Pfarrkirche und einer Gemeinde die Rede. Das Gotteshaus auf der Felsenhöhe ist eine Chorturmkirche mit einem einfachen Schiff, das später im Innern barockisiert wird. Wegen Baufälligkeit wird dieses Kirchlein abgerissen und 1883/84 die heutige Kirche samt Turm aus Buntsandstein in den Formen der Neugotik errichtet. Den damals genau 400 Katholiken ist allerdings die reich ausgestattete Kirche zu düster, nicht warm und hell genug. So wird 1957/58 der hölzerne Altar herausgerissen und zerstört, werden die Wände elfenbeinfarbig angemalt und die Glasfenster heller gefasst. Genau 20 Jahre danach wird wieder ein neugotischer Flügelaltar eingebaut, erworben von der Gemeinde Lörrach-Stetten. Hinter dem alten Orgelprospekt erklingt ein neues Werk.
Das Gemeindeleben ist unter anderem erfüllt mit Jugendgruppen, Frauengemeinschaft, Kirchenchor, Seniorenkreis und Perukreis.
Kurzfacts: erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1314, Umbau 1377. Im Jahre 1883 wurde Abriss der Ursprungskirche und 1884 als neugotischer Bau aus rotem Sandstein mit hoher Turmspitze neu erbaut.
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