Laufenburg: Burgruine Schlossberg
Auf der Gneiskuppe erinnert die Ruine Schlossberg an ihre mächtige Vergangenheit. Vom begehbaren Burgturm (täglich 6 - 20 Uhr) genießen Sie herrliche Blicke in alle Himmelsrichtungen – auf den Rhein, auf beide Laufenburg und weit darüber hinaus.
Stadtentwicklung im Mittelalter
Da seit karolingischer Zeit nicht nur das Gebiet am Rhein, sondern auch grössere Landschaften des Breisgaues, des Zürichgaues bis nach Zug, in die Innerschweiz und nach Glarus zur Grundherrschaft des vom Hl. Fridolin im 7. Jahrhundert gegründeten Klosters Säckingen gehörten, führten deren Gutshofbesitzer ihre Zehnten hierher, nicht direkt auf die Rheininsel des königlichen Damenstifts, sondern zu deren Vermarktung nach Laufenburg. Die Schutzmacht zur Verwaltung und Sicherung aller äusseren Rechte und Geschäfte hatten die Klosterfrauen den Grafen von Baden und Lenzburg, nach deren Aussterben im Jahre 1173 den aus dem Elsass stammenden Grafen von Habsburg übertragen. Rudolf II. baute dann den strategisch, handelspolitisch und wirtschaftlich bedeutenden Ort Lauffenburg (gemäss Urkunde von 1207) zur befestigten Stadt aus.
Nach dessen Tod teilten sich seine beiden Erben in eine ältere habsburg-österreichische und eine jüngere habsburg-laufenburgische Linie. Wiewohl durch geschickte Verheiratungen der Besitz noch auf das Gebiet der Homberger und der Rapperswiler ausgedehnt werden konnte, mussten wegen unglücklicher Kriegsbeteiligungen die meisten Rechte an die Stadt verpfändet und schliesslich 1386 die ganze Herrschaft an Herzog Leopold, die ältere Linie, verkauft werden. Seither bis 1801 teilten so Laufenburg und das Fricktal als treue kaiserlich-königliche Anhänger österreichische Weltpolitik und österreich-habsburgisches Schicksal.
Die von trutzigen Türmen bewachten Stadtmauern und die rheinseitigen Häuserzeilen umschliessen noch immer das von schmalen Gassen und kleinen Plätzen durchaderte Stadtinnere. Die untere, ältere Altstadt ist von streng hierarchischen Aufbau: auf der untersten Ebene die dichtgedrängten Bürgerhäuser, auf einer ersten Erhöhung das Rats- und Gerichtshaus mit den Herrenhäusern der Kapläne und Ministerialen, nochmals höher die Stadtkirche und das Pfarrhaus und ganz oben das Schloss der weltlichen Schutzherren.