Wandern mit Müllbeutel oder auch...

...Frühjahrsputz in Wald und Wiesen

22.04.2021: Müllsammeln in der Natur ist eigentlich ganz einfach und vor allem sinnvoll! Wir FerienWeltler wollen mit gutem Beispiel vorangehen und haben auch gleich den Nachwuchs eingespannt. Was unsere Kolleginnen, Birgit und Carina, dabei so alles erlebt und gefunden haben und wo sonst noch fleißig aufgeräumt wird, erzählt Dir Birgit aus der Tourist-Info Hohentengen hier:

"Die warmen Temperaturen dringen durch, der letzte Schnee ist geschmolzen und man hat wieder Lust, die Natur zu erleben und sich an der frischen Luft zu bewegen, zum Radfahren, zum Wandern… Die Bewegung und der Anblick unserer schönen Natur freut uns alle, doch der Müll und Unrat, der unachtsam weggeworfen oder liegen gelassen wurde, trübt diesen schönen Anblick hin und wieder.

 

In den meisten Orten gibt es deshalb eine jährliche Dorfputzete, bei der Vereine und Freiwillige die Dörfer und umliegenden Wanderwege von Müll befreien. Doch da diese organisierten Aktionen im großen Stil aufgrund Corona momentan leider nicht möglich sind, haben sich viele freiwillige kleine Gruppen „coronakonform“ und auf eigene Initiative auf den Weg gemacht, um für uns alle für eine saubere Umgebung in der FerienWelt Südschwarzwald zu sorgen.

 

So war beispielsweise in Rickenbach unsere Kollegin Carina mit ihrer Familie im Wald unterwegs und hat ihren Sprösslingen gezeigt, wie einfach es ist, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Mit Augen wie "Plastik-Detektoren" sind die Vier durchs Geäst gestreift und haben dabei einiges an Müll erbeutet - die ultimative Nachmittagsbeschäftigung für eine Familie ;-) Und dann entdeckt man plötzlich auch noch, dass es manchmal gar nicht nur die Menschen sind, die den Wald unordentlich hinterlassen. Rund um einen Fuchsbau haben Carina's Mädels nämlich Gummisohlen von alten Schuhen und allerlei Inhalt aus einem verschleppten gelben Sack gefunden. Ja ja, da hat Meister Reineke im Winter wohl die Katzenfutterdosen ausgeschleckt.

In Hohentengen ist vom Alter 8 bis 80 alles unterwegs … so schnappte sich meine Nachbarin neulich ihren Enkel und meine zwei Jungs und nutze die Reinigungsaktion als Osterferienprogramm. Zusammen säuberten sie einen Radwegabschnitt und kleine Wanderrouten und bekamen für die sieben (!) vollen Müllsäcke sogar ein Dankeschön vom einheimischen Handel.

Mit über 80 Jahren geht unser Hohentengener Naturfreund, Walter Schöll, bewaffnet mit Müllsack und Handschuhen auf seine tägliche Rundwanderung. Walter ist gerne in der Natur unterwegs und findet es unglaublich, was die Leute alles liegen lassen. Fast jeden Tag bringt er einen vollen Müllsack von seiner Rundtour mit nach Hause – und oft sind es auch ganz spezielle Gegenstände, die er findet (z.B. hier im Foto eine alte Gießkanne). Er denkt sich immer wieder: „Ist das schön, wenn die Natur sauber ist!“ Vielen Dank Walter für Deinen ständigen Einsatz!!

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Jung und Alt sind im Einsatz bei der Dorfputzete

Auch in den Waldshuter Ortsteilen, Oberalpfen, Indlekofen, Eschbach, Gaiß-Waldkirch und Schmitzingen und im Tiengener Ortsteil Breitenfeld waren einzelne Familien unterwegs, um die Corona-Vorgaben besser einhalten zu können, und haben die Umwelt von Müll befreit. 

In Höchenschwand konnten sich alle Freiwilligen in der Tourist-Info Routen und Müllsäcke abholen, das kam gut an bei den motivierten Helferinnen und Helfern. Wir sagen allen herzlichen Dank für Eure Arbeit und Euren ehrenamtlichen Einsatz! IHR SEID SUPER!!

 

Und wer diese Aktionen der „freiwilligen Saubermännern“ super findet und auch etwas für unsere Natur machen will, kann sich den kommenden Aktionen im Südschwarzwald anschließen. In Dachsberg ruft die Gemeinde Spaziergänger dazu auf die Natur von Unrat zu befreien und stellt vom 23. bis 29. April einen Container für den gesammelten Müll bereit. 

Auch in Herrischried sind alle Naturliebhaber am 24. April aufgerufen, sich „coronakonform“ auf den Weg zu machen und alles mitzunehmen, das liegen geblieben ist.

 

Aber mal ehrlich: Eigentlich braucht es dafür doch gar kein besonderes Datum oder eine coole Aktion - es reicht eine Mülltüte und ein bisschen Aktionismus. Warum also nicht das Schöne mit dem Nützlichen verbinden und bei der nächsten Wanderung - egal wo - einfach mal unterwegs alles einsammeln, was in der Natur nichts zu suchen hat.

 

Zum Schluss daher noch ein schöner Gedanke aus meiner ursprünglichen Heimat Tirol: Dort ist auf allen Holzbänken entlang der Wanderwege ein Spruch eingraviert, an den ich mich immer wieder gerne erinnere und den man sich auch hierzulande zu Herzen nehmen kann: Schöne Erinnerungen und Abfälle – beides nehmen wir aus den Bergen mit!"

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