Wanderungen

07 Wittenschwand Klosterweiher Horbach Urberg Bildsteinfelsen

Schwierigkeit Mittel
Länge 8.7 km Dauer 02:38 h
Aufstieg 294 m Abstieg 294 m
Höchster Punkt 1028 m Niedrigster Punkt 825 m
Wanderung über Albsteig und Schluchtensteig mit drei wunderbaren Aussichtspunkten
Eigenschaften aussichtsreich, Rundtour, Einkehrmöglichkeit, botanische Highlights
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Wittenschwand ist der Hauptort der Gemeine Dachsberg und umfasst auch die Weiler Horbach, Ruchenschwand, Arnoldsloh und Laithe. Die einzelnen Orte sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden Wittenschwand und Ruchenschwand 1266 erwähnt ("in der wietn swande" = weite Rodung). Kurz nach 1300 wird Horbach als "Harbach" von Hore = Sumpf erwähnt, 1328 der Weiler "Ladebach", heute Laithe. 1694 findet man erstmals das heutige Arnoldsloch als "Armendtsloch". Bereits um 1100 blühte zwischen Wittenschwand und Urberg der Bergbau. In der Nähe von Wittenschwand, unmittelbar am Klosterweiher, befindet sich das ehemalige Silber- und Nickelbergwerk "Friedrich-August-Grube". Auf deren Gelände gibt es einen begehbaren Stollen sowie einen Naturerlebnis- und Themenspielplatz. In Wittenschwand steht eine dem heiligen Jodokus geweite Kapelle, die um 1630 erbaut und 1727 in der heutigen Form renoviert wurde. Sie heisst heute Andreaskapelle und gehört der Evangelischen Kirchengemeinde St. Blasien. Bemerkenswert ist der Altar des St. Blasier Künstlers Rudi Martin Lederer.

Der Klosterweiher wurde im 18. Jahrhundert als Fischweiher des ehemaligen Klosters St. Blasien als kleiner Stausee angelegt. Heute ist er im Besitz des Landgasthofes Klosterweiherhof. Der Weiher wird vom Ottlisbach gespeist. Das ehemalige Fischerhäusle am östlichen Ufer, diente lange Zeit als Kindererholungsheim, es ist heute ein privates Wohnhaus. Im Sommer lädt der Weiher zu einen Badeerlebnis der besonderen Art ein. Das am nördlichen Ende des Weihers gelegene verfallene Gebäude war Eingangsgebäude zur Friedrich-August-Grube, einem bis Ende des 19. Jh. betriebenen Nickelbergwerk, das in den 1930er Jahren kurzfristig wieder geöffnet worden war für die (unergiebige) Suche nach Uranerzen. Der nordwestliche Teil des Weihers liegt im Naturschutzgebiet Friedrich-August-Grube. Auf der Wiese sind der fleischfressende Sonnentau und verschiedene Orchideen zu finden. Der Klosterweiher und seine Ufer sind Lebensraum für etliche geschützte Pflanzen und Kleinlebewesen, und Laichplatz für zahlreiche Frösche und Kröten. Dazu gibt es eine Infotafel.

Das Naturschutzgebiet mit einer Größe von rund 64 ha beinhaltet ein vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Lebensräume wie z. B. Hoch- und Niedermoore, Feucht- und Magerwiesen sowie Magerrasen und Wälder als Lebensraum teilweise stark gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und als Biotopverbund extensiv genutzter Magerrasen in den Gewannen „Bengelbruck“, „Scheibenrain“ sowie „Hintere Waid“ mit den sie verbindenden Landschaftsteilen. Es ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald"

Das Naturschutzgebiet Rüttewies-Scheibenrain mit einer Größe von rund 64 ha beinhaltet ein vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Lebensräume wie z. B. Hoch- und Niedermoore, Feucht- und Magerwiesen sowie Magerrasen und Wälder als Lebensraum teilweise stark gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und als Biotopverbund extensiv genutzter Magerrasen in den Gewannen „Bengelbruck“, „Scheibenrain“ sowie „Hintere Waid“ mit den sie verbindenden Landschaftsteilen. Es ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald"

Inner-Urberg und die zu Urberg gehörenden Weiler sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden "die Urberge" 1237 genannt, 1289 der "Smalenberg" und um 1300 Schwand. Auch die Herren von Tiefenstein besassen in Urberg Rechte und Güter, die Hugo von Tiefenstein 1295 dem Kloster St. Blasien schenkte. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Urberg erhob sich auf dem Bildsteinfluh die Burg Bildstein. Sie wurde vermutlich ursprünglich zum Schutz des bedeutenden Bergbaus angelegt. Der Bergbau auf Silber und Blei ist schon 1328 nachweisbar und wurde bis 1835 betrieben. In der Grube "Gottesehre" in Oberbildstein wurde bis 1987 nach Fluss- und Schwerspat geschürft. Heute erinnert das 2002 eingeweihte "Mineralienmuseum Gottesehre" in Inner-Urberg sowie der Bergbaupfad bei Rüttewies an die traditionsreiche Bergwerksgeschichte des Ortes. Bereits 1318 wird die Existenz einer Kirche erwähnt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1816.

Der Albsteig Schwarzwald führt über 83 Kilometern entlang der Alb von Albbruck im Rheintal bis an den Feldberg und zum Herzogenhorn. Felsgesäumte Schluchten, grandiose Ausblicke über ein Meer aus schwarzwaldblauen Tannen, stille und malerische Orte scheinbar fernab der Zivilisation garantiert! Genießen Sie sprudelnde Bäche, zahlreiche Wasserfälle, stille Wälder, herrliche Aussichtspunkte und blühende Wiesen auf einer einzigartigen Wandertour in und hoch über dem Albtal. Schmale naturbelassene Pfade, schattige Forstwege und sonnige Feldwege laden zu einem intensiven Naturerlebnis ein. In der Gemeinde Dachsberg verläuft der Albsteig von Wolpadingen über den Berg Dachsberg und Wittenschwand, über den Schmugglerpfad bei Höll und den Bildsteinfelsen mit Landschafts- und Alpenpanorama, und wieder hinab ins Albtal.

Wegbeschreibung

Zunächst führt die Wanderung vom Rathaus Wittenschwand zum Klosterweiher. Nun geht es über den Schluchtensteig weiter zur Horbacher Panoramatafel, wo uns bei passendem Wetter ein tolles Alpenpanorama erwartet. Dann wandern wir weiter über den Schluchtensteig, gleich links mit Aussicht auf den Feldberg. Wir bleiben bis Rüttewies auf dem Schluchtensteig. Dort verlassen wir den Schluchtensteig und gehen weiter über den Wegweiser Bengelbuck zur Urberger Alpenpanoramatafel und nach Inner-Urberg. Über den Goldenhof erreichen wir den Albsteig und wandern zum Bildsteinfelsen mit idyllischer Aussicht ins Albtal und wieder auf die Alpen. Wir folgen dem Albsteig weiter bis Höll und weiter zum Arnoldsloch. Hier verlassen wir den Albsteig und gehen nach Wittenschwand zum Rathaus zurück.

Es gibt eine Einkehrmöglichkeit im Klosterweiherhof (wo wir am Anfang der Tour vorbeigekommen sind) oder im Dachsberger Hof, 200 m westlich vom Rathaus.

Startpunkt Rathaus Wittenschwand

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Quelle

Ferienwelt Südschwarzwald