Tipp Wanderungen

18 Wolpadingen Albstausee Bildsteinfelsen Berg Dachsberg

Schwierigkeit Schwer
Länge 20.7 km Dauer 06:25 h
Aufstieg 630 m Abstieg 630 m
Höchster Punkt 963 m Niedrigster Punkt 652 m
Anspruchsvolle Tour von Wolpadingen auf dem Albsteig durchs Albtal zum Albstausee, zum aussichtsreichen Bildsteinfelsen und über den Berg Dachsberg zurück nach Wolpadingen
Eigenschaften aussichtsreich, Rundtour
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Wolpadingen erfährt seine erste Erwähnung als "Wolpotingen" im Jahr 1266. Der Ort bestand aus zwei Klosterhöfen von St. Blasien, davon einer Dinghof (Dinggericht ausserhalb Zwing und Bann) für einen weiten Umkreis. Wolpadingen war Namensgeber einer der 8 zu Vorderösterreich gehörenden Hauensteinischen Einungen (einer frühen Form der demokratischen Selbstverwaltung), auch Einung Dachsberg genannt. Der Ursprung der Dorfkapelle, die der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht ist, liegt im Jahre 1855. Sie wurde 1932 abgebrochen und neu aufgebaut.

Inner-Urberg und die zu Urberg gehörenden Weiler sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden "die Urberge" 1237 genannt, 1289 der "Smalenberg" und um 1300 Schwand. Auch die Herren von Tiefenstein besassen in Urberg Rechte und Güter, die Hugo von Tiefenstein 1295 dem Kloster St. Blasien schenkte. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Urberg erhob sich auf dem Bildsteinfluh die Burg Bildstein. Sie wurde vermutlich ursprünglich zum Schutz des bedeutenden Bergbaus angelegt. Der Bergbau auf Silber und Blei ist schon 1328 nachweisbar und wurde bis 1835 betrieben. In der Grube "Gottesehre" in Oberbildstein wurde bis 1987 nach Fluss- und Schwerspat geschürft. Heute erinnert das 2002 eingeweihte "Mineralienmuseum Gottesehre" in Inner-Urberg sowie der Bergbaupfad bei Rüttewies an die traditionsreiche Bergwerksgeschichte des Ortes. Bereits 1318 wird die Existenz einer Kirche erwähnt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1816.

Das Naturschutzgebiet Rüttewies-Scheibenrain mit einer Größe von rund 64 ha beinhaltet ein vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Lebensräume wie z. B. Hoch- und Niedermoore, Feucht- und Magerwiesen sowie Magerrasen und Wälder als Lebensraum teilweise stark gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und als Biotopverbund extensiv genutzter Magerrasen in den Gewannen „Bengelbruck“, „Scheibenrain“ sowie „Hintere Waid“ mit den sie verbindenden Landschaftsteilen. Es ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald"

Die Gemarkung Wittenschwand ist der Hauptort der Gemeine Dachsberg und umfasst auch die Weiler Horbach, Ruchenschwand, Arnoldsloh und Laithe. Die einzelnen Orte sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden Wittenschwand und Ruchenschwand 1266 erwähnt ("in der wietn swande" = weite Rodung). Kurz nach 1300 wird Horbach als "Harbach" von Hore = Sumpf erwähnt, 1328 der Weiler "Ladebach", heute Laithe. 1694 findet man erstmals das heutige Arnoldsloch als "Armendtsloch". Bereits um 1100 blühte zwischen Wittenschwand und Urberg der Bergbau. In der Nähe von Wittenschwand, unmittelbar am Klosterweiher, befindet sich das ehemalige Silber- und Nickelbergwerk "Friedrich-August-Grube". Auf deren Gelände gibt es einen begehbaren Stollen sowie einen Naturerlebnis- und Themenspielplatz. In Wittenschwand steht eine dem heiligen Jodokus geweite Kapelle, die um 1630 erbaut und 1727 in der heutigen Form renoviert wurde. Sie heisst heute Andreaskapelle und gehört der Evangelischen Kirchengemeinde St. Blasien. Bemerkenswert ist der Altar des St. Blasier Künstlers Rudi Martin Lederer.

Der Albsteig Schwarzwald führt über 83 Kilometern entlang der Alb von Albbruck im Rheintal bis an den Feldberg und zum Herzogenhorn. Felsgesäumte Schluchten, grandiose Ausblicke über ein Meer aus schwarzwaldblauen Tannen, stille und malerische Orte scheinbar fernab der Zivilisation garantiert! Genießen Sie sprudelnde Bäche, zahlreiche Wasserfälle, stille Wälder, herrliche Aussichtspunkte und blühende Wiesen auf einer einzigartigen Wandertour in und hoch über dem Albtal. Schmale naturbelassene Pfade, schattige Forstwege und sonnige Feldwege laden zu einem intensiven Naturerlebnis ein. In der Gemeinde Dachsberg verläuft der Albsteig von Wolpadingen über den Berg Dachsberg und Wittenschwand, über den Schmugglerpfad bei Höll und den Bildsteinfelsen mit Landschafts- und Alpenpanorama, und wieder hinab ins Albtal.

Wegbeschreibung

Wir verlassen Wolpadingen auf dem Albsteig zur Happinger Halde. Dort verlassen wir den Albsteig und wandern über Niedingen, Oberbildstein und den Hirni (ab hier wieder auf dem Albsteig) zum Albstausee. Am Wegweiser "Albseesteg" verlassen wir den Albsteig und gehen über Schwandwald und den Kohlplatz nach Rüttewies, wo es ein Naturschutzgebiet gibt. Weiter über den Bengelbuck nach Inner-Urberg und zum Goldenhof. Hier treffen wir wieder auf den Albsteig und wandern zum Bildsteinfelsen mit seiner wir eine wunderbaren Aussicht aufs südliche Albtal und die Alpen. Weiter geht es über Höll und über den Schmugglerpfad, an Felswänden entlang und durch eine Geröllhalde, die Trittsicherheit erfordert. Weiter geht es über "Im Hölzle" und das Arnoldsloch zur Dachsberg-Halle. Hier bietet sich ein Abstecher zum Gasthaus Dachsberger Hof an (eine Strecke ca. 1 km)

Wir bleiben an der Dachsberg-Halle auf dem Albsteig und wandern zum Wegweiser "Auf dem Dachsberg". Etwas südlich davon gibt es einen Wegweiser zum Gipfel des Bergs Dachsberg, ein kurzer und lohnender Abstecher. Schliesslich geht es über Eschacker und Tannholz zurück nach Wolpadingen.

Ausrüstung Festes Schuhwerk und eventuell Stöcke für einige steile Stücke auf dem Albsteig
Tipp des Autors Geniessen Sie immer wieder tolle Aussichten
Startpunkt Wolpadingen
Öffentliche Verkehrsmittel SBG-Bushaltestelle Wolpadingen (Linie 7324)
PKW K6590 nach Wolpadingen

Downloads

Weitere Informationen

Die Tour wurde vom Natur- und Wanderverein Dachsberg e.V. zusammengestellt.

Hier geht es zur Homepage. Dort gibt es auch den aktuellen Wanderplan.

Quelle

Ferienwelt Südschwarzwald