Wanderweg • Rundtour

20 Bergbauweg Dachsberg ab Wittenschwand

Mittel

2:44 h
9.08 km
268 m
269 m

Aussichtsreiche und erlebnisreiche Wanderung auf den Spuren des Bergbaus auf dem Dachsberg mit vielen Informationen zum Bergbau und zu botanischen Highlights.

Es ein Abstecher zum Mineralienmuseum in Urberg enthalten. Ohne diesen Abstecher verkürzt sich die Strecke auf 6,5 km

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Offizieller Inhalt von Ferienwelt Südschwarzwald

Details der Tour

Empfohlene Jahreszeit

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Dauer
2:44 h
Distanz
9.08 km
Aufstieg
268 m
Abstieg
269 m
Höchster Punkt
1028 hm
Tiefster Punkt
898 hm
Kondition
Technik
Landschaft
Erlebnis

Besonderheiten der Tour

Aussichtsreich / Geologische Highlights / Reichhaltige Pflanzenwelt / Kulturelle Sehenswürdigkeiten

Wegebeschaffenheit

21 % Naturnah
23 % Asphalt
54 % Feinschotter
0 % Sonstiges

Wegmarkierung

Beschreibung

Der Weg ist beschildert mit dem Bergbau-Symbol Hammer & Schlägel. Er verläuft in Abschnitten parallel zum Naturlehrpfad "Rund um das Horbacher Moor".

Er führt vorbei an mittelalterlichen Verhauen und Pingen, Stellen früheren Silber-Erzabbaus entlang des Ruprechtgangzuges. Zahlreiche Infotafeln erläutern den mittelalterlichen Bergbau und die interessante Fauna.

 

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Die frühere Friedrich-August-Grube war erst Silber-, später Nickelbergwerk. Das Bergwerk wurde benannt nach Friedrich August Walchner der 1847 erstmals den Nickelgehalt der anstehenden Erze erkannte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Grube geschlossen, in den 1930oer Jahren erneut geöffnet auf der Suche nach Uran, die erfolglos war. Auf dem Gelände ist ein Naturerlebnisplatz angelegt. Es gibt Spielgeräte zum Thema Bergbau und Stein, einen wieder geöffneten Erkundungsstollen und Infotafeln zum Bergbau.

Die Friedrich-August-Grube ist seit 2005 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.  Die 9 Hektar geschützter Flächen umfassen auch drei Felsgruppen aus Gneis nördlich des Bergwerks sowie die verlandeten Bereiche des benachbarten Klosterweihers. Das Gebiet ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Es ist Lebensraum für hochspezialisierte und seltene Flechtengemeinschaften auf schwermetallreichen Standorten sowie einer an seltenen Pflanzenarten reichen Felsvegetation, besonders Silikatfelsen und ihre Felsspaltenvegetation. Am Klosterweiher findet sich ein arten- und strukturreiches Mosaik aus Röhricht, Großseggenried, Kleinseggenried, Zwischenmoor und Magerrasen. Die beiden Fledermausarten Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus sind hier beheimatet.

Das Horbacher Moor ist seit 1939 ein Naturschutzgebiet und heute Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Um das Moor führt ein Naturlehrpfad. Mit seiner ovalrunden Form und gleichmäßig uhrglasförmigen Aufwölbung stellt es ein typisches Schwarzwaldhochmoor dar. Das Horbacher Moor ist ein späteiszeitliches Relikt in Folge des Rückzugs des Feldberg-Gletschers vom Dachsberg.  Das Horbacher Moor gehört vegetationskundlich und floristisch zu den wertvollsten Hochmooren im Hotzenwald, z.B. mit Orchideen (Knabenkraut-Arten) und dem fleischfressende Sonnentau.

Inner-Urberg und die zu Urberg gehörenden Weiler sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden ""die Urberge"" 1237 genannt, 1289 der ""Smalenberg"" und um 1300 Schwand. Auch die Herren von Tiefenstein besassen in Urberg Rechte und Güter, die Hugo von Tiefenstein 1295 dem Kloster St. Blasien schenkte. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Urberg erhob sich auf dem Bildsteinfluh die Burg Bildstein. Sie wurde vermutlich ursprünglich zum Schutz des bedeutenden Bergbaus angelegt. Der Bergbau auf Silber und Blei ist schon 1328 nachweisbar und wurde bis 1835 betrieben. In der Grube ""Gottesehre"" in Oberbildstein wurde bis 1987 nach Fluss- und Schwerspat geschürft. Heute erinnert das 2002 eingeweihte ""Mineralienmuseum Gottesehre"" in Inner-Urberg sowie der Bergbaupfad bei Rüttewies an die traditionsreiche Bergwerksgeschichte des Ortes.Bereits 1318 wird die Existenz einer Kirche erwähnt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1816.

 

Einkehrmöglichkeiten:

Während der Tour: Landgasthof Klosterweiherhof, Abstecher, ca. 400 vom Naturerlebnisplatz entfernt, Tel. 07672/4805034, Ruhetage Montag und Dienstag. Möglich ist auch ein Schlenker ab Schmalenberg, geradeaus auf der Straße weiter, anstatt nach links in den Wald, ca. 400 m bis zum Klosterweiher. Zurück nach Wittenschwand über den parallel zur Kreistraße verlaufenden Fußweg unterhalb des Parkplatzes.

 Nach der Tour: Hotel-Restaurant Dachsberger Hof, Nähe Rathaus, Tel.: 07672/2647, Ruhetage Dienstag und Mittwoch, außer Feiertag. Öffnungszeiten Mo ab 14:30, Do - So ab 8:00

Autorentipp

Zeit einplanen für den Genuss der vielen Aussichten und das Spielen auf dem Naturerlebnisplatz

Wegbeschreibung

Vom Rathaus Wittenschwand wandern wir ein Stück auf der Strasse nach Westen, vorbei am Gasthaus Dachsberger Hof. Am Wegweiser "Dachsberg 44" geht es rechts hinauf zum Kreuzfelsen. Hier haben wir einen idyllischen Blick auf Wittenschwand und mit etwas Glück auf die Alpen. Weiter geht es zur Friedrich-August-Grube.
Abweichend von der Bergbauweg-Beschilderung besteht die Möglichkeit, nach dem Wegweiser "Friedrich-August-Grube" eine Abkürzung links direkt zur Grube zu nehmen.

An der Grube kann ein alter Erkundungsstollen ein kurzes Stück begangen werden. Ausserdem gibt es einen Naturerlebnisplatz. Ein botanisches Highlight sind die einzigartigen unter Naturschutz stehenden Flechtenvorkommen.

ein Pfad links vom kleinen Weiher führt uns zurück auf den mit dem Bergbau-Symbol Hammer & Schlägel markierten Weg. Es geht ein kurzes Stück steil hinauf und anschliessend auf einem breiten Weg gemächlich weiter. Von hier bietet sich ein kurzer Abstecher (ca. 50 m) nach rechts an zu einer schönen Aussicht auf den Klosterweiher. Etwas weiter am Weg gibt es nochmal einen Abstecher nach links bergauf zum Aussichtspunkt Wachholderweide mit Blick aufs Horbacher Moor und den Lehenkopf. Zurück auf dem Weg folgen wir weiter dem Bergbau-Symbol bis zur Horbacher Moorhütte. Weiter mit der Bergbau-Markierung Richtung Horbach, wo wir auf den Schluchtensteig treffen.

Am Horbacher Alpenpanorama bietet sich eine wunderbare Aussicht, und kurz danach auf der Wiese eine weitere Richtung Norden zum Feldberg. Am Wegweiser Rüttewies verlassen wir den Schluchtensteig und gehen über den Wegweiser Hoheck zu einer Info-Hütte.

Hier können wir die Strasse überqueren und durch die Wiese hoch den Abstecher zum Mineralienmuseum Urberg beginnen. Auch hier ist der Weg mit dem Bergbau-Symbol gekennzeichnet. Achtung, das Museum ist nur Donnerstags und Sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet !

Es ist dem im Jahr 1987 geschlossenen Fluss- und Schwerspatbergwerk 'Gottesehre' in Höll-Bildstein gewidmet. Im Ausstellungraum wird eine umfangreiche Sammlung von Mineralien aus diesem Stollen gezeigt, die von den Bergmännern zusammengetragen worden ist.

Auf dem gleichen Weg geht es zurück zu der Hütte.

Hier führt ein steiler Pfad abwärts vorbei am Eingang des Ruprecht-Erzgangs, an einem Flussspatgang an der Erdoberfläche und einem Belüftungsstollen sowie zahlreichen Info-Schildern zu Technik und Geschichte des Bergbaus.

Am Ende des Pfads gehen wir auf der Strasse nach rechts nach Laithe und kurz danach rechts hoch auf einen Wanderweg mit dem Bergbau-Symbol. Dann nochmal ein kurzes Stück Strasse und anschliessend links hinab übers Otlisbächle zur Andreas-Kapelle und zurück zum Rathaus.


Zum Abschluss bietet sich eine Einkehr im Gasthaus Dachsberger Hof an oder im Klosterweiherhof, ca. 400 m nach rechts die Strasse hoch an der Andreas-Kapelle.

Sicherheitshinweise

Für Kinderwagen nicht geeignet

Planung und Anreise

Startpunkt

Rathaus Wittenschwand

K 6590 nach Dachsberg-Wittenschwand

Endpunkt

Rathaus Wittenschwand