Tipp Wanderungen

25 Bergbauweg Dachsberg ab Urberg

Schwierigkeit Mittel
Länge 9.3 km Dauer 02:47 h
Aufstieg 263 m Abstieg 263 m
Höchster Punkt 1028 m Niedrigster Punkt 898 m

Aussichtsreiche und erlebnisreiche Wanderung auf den Spuren des Bergbaus auf dem Dachsberg mit vielen Informationen zum Bergbau und zu botanischen Highlights.

Es ein Abstecher zum Mineralienmuseum in Urberg enthalten. Ohne diesen Abstecher verkürzt sich die Strecke auf 6,5 km

Eigenschaften aussichtsreich, geologische Highlights, Rundtour, Einkehrmöglichkeit, kulturell / historisch, botanische Highlights
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Der Weg ist beschildert mit dem Bergbau-Symbol Hammer & Schlägel. Er verläuft in Abschnitten parallel zum Naturlehrpfad "Rund um das Horbacher Moor".

Er führt vorbei an mittelalterlichen Verhauen und Pingen, Stellen früheren Silber-Erzabbaus entlang des Ruprechtgangzuges. Zahlreiche Infotafeln erläutern den mittelalterlichen Bergbau und die interessante Fauna.

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Die frühere Friedrich-August-Grube war erst Silber-, später Nickelbergwerk. Das Bergwerk wurde benannt nach Friedrich August Walchner der 1847 erstmals den Nickelgehalt der anstehenden Erze erkannte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Grube geschlossen, in den 1930oer Jahren erneut geöffnet auf der Suche nach Uran, die erfolglos war. Auf dem Gelände ist ein Naturerlebnisplatz angelegt. Es gibt Spielgeräte zum Thema Bergbau und Stein, einen wieder geöffneten Erkundungsstollen und Infotafeln zum Bergbau.

Die Friedrich-August-Grube ist seit 2005 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die 9 Hektar geschützter Flächen umfassen auch drei Felsgruppen aus Gneis nördlich des Bergwerks sowie die verlandeten Bereiche des benachbarten Klosterweihers. Das Gebiet ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Es ist Lebensraum für hochspezialisierte und seltene Flechtengemeinschaften auf schwermetallreichen Standorten sowie einer an seltenen Pflanzenarten reichen Felsvegetation, besonders Silikatfelsen und ihre Felsspaltenvegetation. Am Klosterweiher findet sich ein arten- und strukturreiches Mosaik aus Röhricht, Großseggenried, Kleinseggenried, Zwischenmoor und Magerrasen. Die beiden Fledermausarten Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus sind hier beheimatet.

Das Horbacher Moor ist seit 1939 ein Naturschutzgebiet und heute Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald". Um das Moor führt ein Naturlehrpfad. Mit seiner ovalrunden Form und gleichmäßig uhrglasförmigen Aufwölbung stellt es ein typisches Schwarzwaldhochmoor dar. Das Horbacher Moor ist ein späteiszeitliches Relikt in Folge des Rückzugs des Feldberg-Gletschers vom Dachsberg. Das Horbacher Moor gehört vegetationskundlich und floristisch zu den wertvollsten Hochmooren im Hotzenwald, z.B. mit Orchideen (Knabenkraut-Arten) und dem fleischfressende Sonnentau.

Inner-Urberg und die zu Urberg gehörenden Weiler sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden ""die Urberge"" 1237 genannt, 1289 der ""Smalenberg"" und um 1300 Schwand. Auch die Herren von Tiefenstein besassen in Urberg Rechte und Güter, die Hugo von Tiefenstein 1295 dem Kloster St. Blasien schenkte. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Urberg erhob sich auf dem Bildsteinfluh die Burg Bildstein. Sie wurde vermutlich ursprünglich zum Schutz des bedeutenden Bergbaus angelegt. Der Bergbau auf Silber und Blei ist schon 1328 nachweisbar und wurde bis 1835 betrieben. In der Grube ""Gottesehre"" in Oberbildstein wurde bis 1987 nach Fluss- und Schwerspat geschürft. Heute erinnert das 2002 eingeweihte ""Mineralienmuseum Gottesehre"" in Inner-Urberg sowie der Bergbaupfad bei Rüttewies an die traditionsreiche Bergwerksgeschichte des Ortes.Bereits 1318 wird die Existenz einer Kirche erwähnt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1816.

Einkehrmöglichkeiten:

Während der Tour: Landgasthof Klosterweiherhof, Abstecher, ca. 400 vom Naturerlebnisplatz entfernt, Tel. 07672/4805034, Ruhetage Montag und Dienstag. Möglich ist auch ein Schlenker ab Schmalenberg, geradeaus auf der Straße weiter, anstatt nach links in den Wald, ca. 400 m bis zum Klosterweiher. Zurück nach Wittenschwand über den parallel zur Kreistraße verlaufenden Fußweg unterhalb des Parkplatzes.

Nach der Tour: Hotel-Restaurant Dachsberger Hof, Nähe Rathaus, Tel.: 07672/2647, Ruhetage Dienstag und Mittwoch, außer Feiertag. Öffnungszeiten Mo ab 14:30, Do - So ab 8:00

Wegbeschreibung

Das Mineralienmuseum Urberg ist dem im Jahr 1987 geschlossenen Fluss- und Schwerspatbergwerk 'Gottesehre' in Höll-Bildstein gewidmet. Im Ausstellungraum wird eine umfangreiche Sammlung von Mineralien aus diesem Stollen gezeigt, die von den Bergmännern zusammengetragen worden ist. Achtung, das Museum ist nur Donnerstags und Sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet !

Vom Museum wandern wir über den mit dem Bergbau-Symbol gekennzeichneten Weg zunächst über die Strasse und dann durch Wald und Wiese nach Nordwesten. Wir überqueren nach ca. 1,3 km die Strasse und kommen zu einer Info-Hütte zum Bergbau.

Hier führt ein steiler Pfad abwärts vorbei am Eingang des Ruprecht-Erzgangs, an einem Flussspatgang an der Erdoberfläche und einem Belüftungsstollen sowie zahlreichen Info-Schildern zu Technik und Geschichte des Bergbaus.

Am Ende des Pfads gehen wir auf der Strasse nach rechts nach Laithe und kurz danach rechts hoch auf einen Wanderweg mit dem Bergbau-Symbol. Dann nochmal ein kurzes Stück Strasse und anschliessend links hinab übers Otlisbächle zur Andreas-Kapelle und zum Rathaus in Wittenschwand. Hier bietet sich eine Einkehr im Gasthaus Dachsberger Hof an oder im Klosterweiherhof, ca. 400 m nach rechts die Strasse hoch an der Andreas-Kapelle.

Vom Rathaus wandern wir ein Stück auf der Strasse nach Westen, vorbei am Gasthaus Dachsberger Hof. Am Wegweiser "Dachsberg44" geht es rechts hinauf zum Kreuzfelsen. Hier haben wir einen idyllischen Blick auf Wittenschwand und mit etwas Glück auf die Alpen. Weiter geht es über die Friedrich-August-Grube, wo ein alter Erkundungsstollen ein kurzes Stück begangen werden kann. Ausserdem gibt es einen Naturerlebnisplatz. Ein botanisches Highlight sind die einzigartigen unter Naturschutz stehenden Flechtenvorkommen.

Von hier geht es auf einem Wanderweg weiter, der nur mit dem Bergbau-Symbol Hammer & Schlägel markiert ist. Es geht ein kurzes Stück steil hinauf und anschliessend auf einem breiten Weg gemächlich weiter. Von hier bietet sich ein kurzer Abstecher (ca. 50 m) nach rechts an zu einer schönen Aussicht auf den Klosterweiher. Etwas weiter am Weg gibt es nochmal einen Abstecher zum Aussichtspunkt Wachholderweide mit Blick aufs Horbacher Moor und den Lehenkopf. Zurück auf dem Weg folgen wir weiter dem Bergbau-Symbol bis zur Horbacher Moorhütte. Weiter mit der Bergbau-Markierung Richtung Horbach, wo wir auf den Schluchtensteig treffen.

Am Horbacher Alpenpanorama bietet sich eine wunderbare Aussicht, und kurz danach auf der Wiese eine weitere Richtung Norden zum Feldberg. Am Wegweiser Rüttewies verlassen wir den Schluchtensteig und gehen über den Wegweiser Hoheck zu der Hütte mit Infotafel. Von hier auf dem gleichen Weg zurück nach Inner-Urberg, auf dem wir am Anfang gekommen sind.

Sicherheitshinweis Für Kinderwagen nicht geeignet
Ausrüstung Festes Schuhwerk, eventuell Stöcke für die steilen Abschnitte
Tipp des Autors Zeit einplanen für den Genuss der vielen Aussichten und das Spielen auf dem Naturerlebnisplatz.
Öffentliche Verkehrsmittel

SBG-Bushaltestelle Urberg (Linie 7324)

Fahrplanauskunft: www.bahn.de

PKW K 6590 und K6527 nach Urberg

Downloads

Weitere Informationen

Die Tour wurde vom Natur- und Wanderverein Dachsberg e.V. zusammengestellt.

Hier geht es zur Homepage. Dort gibt es auch den aktuellen Wanderplan.

Quelle

Ferienwelt Südschwarzwald