Tipp Wanderungen

27 Urberg Bildsteinfelsen Lehenkopfturm Klosterweiher

Schwierigkeit Mittel
Länge 10.9 km Dauer 03:16 h
Aufstieg 302 m Abstieg 302 m
Höchster Punkt 1028 m Niedrigster Punkt 820 m
Von Inner-Urberg, zum Lehenkopfturm und über den Schluchtensteig zum Klosterweiher. Weiter zur Dachsberghalle, von dort über den Albsteig über den Schmugglerpfad und Bildsteinfelsen mit schöner Aussicht zum Goldenhof und zurück nach Urberg
Eigenschaften geologische Highlights, aussichtsreich, Rundtour, Einkehrmöglichkeit, botanische Highlights
Technik
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand:

Inner-Urberg und die zu Urberg gehörenden Weiler sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden "die Urberge" 1237 genannt, 1289 der "Smalenberg" und um 1300 Schwand. Auch die Herren von Tiefenstein besassen in Urberg Rechte und Güter, die Hugo von Tiefenstein 1295 dem Kloster St. Blasien schenkte. In unmittelbarer Nähe der Ortschaft Urberg erhob sich auf dem Bildsteinfluh die Burg Bildstein. Sie wurde vermutlich ursprünglich zum Schutz des bedeutenden Bergbaus angelegt. Der Bergbau auf Silber und Blei ist schon 1328 nachweisbar und wurde bis 1835 betrieben. In der Grube "Gottesehre" in Oberbildstein wurde bis 1987 nach Fluss- und Schwerspat geschürft. Heute erinnert das 2002 eingeweihte "Mineralienmuseum Gottesehre" in Inner-Urberg sowie der Bergbaupfad bei Rüttewies an die traditionsreiche Bergwerksgeschichte des Ortes. Bereits 1318 wird die Existenz einer Kirche erwähnt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1816.

Das Naturschutzgebiet Rüttewies-Scheibenrain mit einer Größe von rund 64 ha beinhaltet ein vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Lebensräume wie z. B. Hoch- und Niedermoore, Feucht- und Magerwiesen sowie Magerrasen und Wälder als Lebensraum teilweise stark gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und als Biotopverbund extensiv genutzter Magerrasen in den Gewannen „Bengelbruck“, „Scheibenrain“ sowie „Hintere Waid“ mit den sie verbindenden Landschaftsteilen. Es ist Teil des Fauna-Flora-Habitats "Oberer Hotzenwald"

Die Gemarkung Wittenschwand ist der Hauptort der Gemeine Dachsberg und umfasst auch die Weiler Horbach, Ruchenschwand, Arnoldsloh und Laithe. Die einzelnen Orte sind aus Rodungssiedlungen entstanden, die unter dem Einfluss des Klosters St. Blasien angelegt wurden. Zum ersten Mal werden Wittenschwand und Ruchenschwand 1266 erwähnt ("in der wietn swande" = weite Rodung). Kurz nach 1300 wird Horbach als "Harbach" von Hore = Sumpf erwähnt, 1328 der Weiler "Ladebach", heute Laithe. 1694 findet man erstmals das heutige Arnoldsloch als "Armendtsloch". Bereits um 1100 blühte zwischen Wittenschwand und Urberg der Bergbau. In der Nähe von Wittenschwand, unmittelbar am Klosterweiher, befindet sich das ehemalige Silber- und Nickelbergwerk "Friedrich-August-Grube". Auf deren Gelände gibt es einen begehbaren Stollen sowie einen Naturerlebnis- und Themenspielplatz. In Wittenschwand steht eine dem heiligen Jodokus geweite Kapelle, die um 1630 erbaut und 1727 in der heutigen Form renoviert wurde. Sie heisst heute Andreaskapelle und gehört der Evangelischen Kirchengemeinde St. Blasien. Bemerkenswert ist der Altar des St. Blasier Künstlers Rudi Martin Lederer.

Der Klosterweiher wurde im 18. Jahrhundert als Fischweiher des ehemaligen Klosters St. Blasien als kleiner Stausee angelegt. Heute ist er im Besitz des Landgasthofes Klosterweiherhof. Der Weiher wird vom Ottlisbach gespeist. Das ehemalige Fischerhäusle am östlichen Ufer, diente lange Zeit als Kindererholungsheim, es ist heute ein privates Wohnhaus. Im Sommer lädt der Weiher zu einen Badeerlebnis der besonderen Art ein. Das am nördlichen Ende des Weihers gelegene verfallene Gebäude war Eingangsgebäude zur Friedrich-August-Grube, einem bis Ende des 19. Jh. betriebenen Nickelbergwerk, das in den 1930er Jahren kurzfristig wieder geöffnet worden war für die (unergiebige) Suche nach Uranerzen. Der nordwestliche Teil des Weihers liegt im Naturschutzgebiet Friedrich-August-Grube. Auf der Wiese sind der fleischfressende Sonnentau und verschiedene Orchideen zu finden. Der Klosterweiher und seine Ufer sind Lebensraum für etliche geschützte Pflanzen und Kleinlebewesen, und Laichplatz für zahlreiche Frösche und Kröten. Dazu gibt es eine Infotafel.

Wegbeschreibung

Vom Mineralienmuseum Inner-Urberg wandern wir nach Norden zum Wegweiser "Bengelbruck" (Naturdenkmal). Dann weiter über die Lehenrütte zum Lehenkopfturm. Hier lohnt sich die Besteigung des Turms mit schöner Aussicht auf Sankt Blasien und in alle Richtungen.

Wir wandern über den Schluchtensteig zurück zur Lehenrütte und dann über Rüttewies und die Horbacher Panoramatafelweiter zum Klosterweiher mit Einkehrmöglichkeit im Klosterweiherhof.

Weiter geht es zur Dachsberghalle, von dort über den Albsteig hinab zum Schmiedebach. Dann erreichen wir den Schmugglerpfad, ein etwas anspruchsvolles Wegstück entlang an Felswänden und über eine Geröllhalde. Weiter geht es zum Bildsteinfelsen, wo wir rasten und die wunderbare Aussicht über das Albtal und zu den Alpen geniessen können. Es gibt die Möglichkeit, über einen steilen, teilweise gesicherten Pfad eine Höhle unterhalb des Felsens zu besuchen (eine Strecke ca. 100 Meter, Einstieg unterhalb der Bank / Infotagel)

Wir wandern nun zum Goldenhof, verlassen hier den Albsteig und gehen zurück nach Inner-Urberg.

Tipp des Autors

Zeit einplanen für den Genuss der vielen Aussichten und vielleicht ein Bad im Klosterweiher.

Donnerstags und Sonntags lohnt ein Besuch im Mineralienmuseum Urberg (14:00 - 16:00)

Startpunkt Inner-Urberg
Öffentliche Verkehrsmittel

SBG-Bushaltestelle (Linie 7324)

Fahrplanauskunft: www.bahn.de

PKW K 6590 und K6527 nach Dachsberg-Urberg
Parken Kostenlos Parken beim Mineralienmuseum

Downloads

Weitere Informationen

Die Tour wurde vom Natur- und Wanderverein Dachsberg e.V. zusammengestellt.

Hier geht es zur Homepage. Dort gibt es auch den aktuellen Wanderplan.

Quelle

Ferienwelt Südschwarzwald