Murgtalpfad 3: Wuhren Schleife
Mittel
Auf abenteuerlichen Pfaden am Ufer der längsten Hotzenwald-Wuhre.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Botanische Highlights / Kulturelle Highlights
Im Hotzenwald sind bis heute einige künstliche Flussläufe erhalten. Mehr als zehn Wuhre (auch Wühre genannt) durchziehen in einem Netz von über 70 Kilometern Länge die Region. Hier erforderte das besondere Relief einen klugen Umgang mit der Ressource Wasser. In kurzer Horizontaldistanz senkt sich die Schwarzwald-Südabdachung zum Hochrhein hin ab. Die hohe Reliefenergie bewirkte ein tiefes Einscheiden der Fließgewässer. Schlücht, Schwarza, Alb und Wehra schufen teilweise kilometerlange Schluchten, zwischen denen die terrassenartigen Hochflächen gute Bedingungen zum Siedeln und für den Ackerbau versprachen. Für den Betrieb einiger Gewerke wie Schmieden, Sägen, Hütten und Mühlen baute man ab dem Hochmittelalter die Wuhre, für deren Erhalt sich bis heute der Wuhreknecht verantwortlich zeigt. Die Wege und Pfade entlang der Kanäle laden zu ausgedehnten Spaziergängen und kleineren Wanderungen ein, vor allem im Hochsommer ein lohnendes Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Aber Achtung: Stellenweise ist gute Trittsicherheit auf den schmalen Pfaden gefragt!
Wegbeschreibung
Unsere Tour mit leichtem Abenteuercharakter beginnt am Energiemuseum im idyllischen Murgtal, oberhalb von Hottingen. Zunächst folgen wir dem mit der gelben Raute markierten Murgtalpfad ein kurzes Stück flussaufwärts bis zur Ausleitung des Hänner Wuhrs. Dort überqueren wir die Metallbrücke nach rechts und folgen dem Wuhr, das hier für einige Meter in einem Rohr verläuft. Unsere Route schlängelt sich entlang des künstlichen Wasserlaufs auf einem meist gut begehbaren Pfad. Gelegentlich müssen wir jedoch schmale, abschüssige oder stark bewachsene Abschnitte meistern – ein Hauch von Abenteuer inklusive. Nach einer Weile mündet der Pfad in einen breiteren Wirtschaftsweg, der das Ende des Hänner Wuhrs ankündigt. Kurz darauf erreichen wir Hottingen.
Im Ort biegen wir links in die Giegelstraße ein und folgen den Markierungen der Wuhreschleife. Gemeinsam mit diesen verlassen wir Hottingen in nördlicher Richtung, passieren den Giegelhof und tauchen hinter einem Wasserbehälter in den Wald ein. Ein sanft ansteigender Weg nimmt uns auf und führt uns zur Holzbrücke am Hochsaler Wuhr. Dort wechseln wir auf die linke Seite und folgen konsequent dem Wasserkanal. Der schmale Pfad führt zunächst durch dichten Wald, dann über eine offene Wiese bis zum Hochsaler Wuhrpegel (Holzschild). Im weiteren Verlauf erfordert der Weg stellenweise Trittsicherheit, denn der Wuhredamm kann an manchen Stellen als ausgesetzt empfunden werden. Schließlich wechseln wir linker Hand auf einen breiteren Weg, der uns zügig bergab zum Wegweiser Schattenrain bringt. Dort halten wir uns links und folgen dem Murgtalpfad auf einem reizvollen Abschnitt zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Ausrüstung
Feste Wanderschuhe mit Profilsohle, dem Wetter angepasste Kleidung, ggfs. Rucksackverpflegung (keine Einkehrmöglichkeit).
Sicherheitshinweise
Punktuell Abrutschgefahr; etwas Trittsicherheit erforderlich; Weg nicht immer klar ersichtlich.