Tipp Wanderungen

Waldshut-Tiengen: Über den Miesle Haldenweg

Schwierigkeit Mittel
Länge 6 km Dauer 01:50 h
Aufstieg 160 m Abstieg 160 m
Höchster Punkt 421 m Niedrigster Punkt 352 m
Eine Rundtour, die einige historische Ereignisse bezeugt. Wir finden hier Zeugen aus der Jurazeit, der Eiszeit und dem Zweiten Weltkrieg. Eine Wanderung, auf der es viel zu entdecken gibt.
Eigenschaften aussichtsreich, Rundtour, Einkehrmöglichkeit
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
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  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez
Diese Rundwanderung führt uns im Osten der Stadt vom Waldeck aus der Bahnlinie entlang bis zur alten Verbindungsstraße Lonza - Gurtweil, sowie dann durch das Großeichholz auf dem unteren Waldweg zur Bergstadt und zum Ausgangspunkt zurück. Einkehrmöglichkeiten ergeben sich in der Waldshuter Innenstadt und rund um den Bahnhof.

Wegbeschreibung

Der Beginn ist der alte Kalksteinbruch am Waldeckweg. Er liegt direkt über einem Wanderparkweg. Hier endet der Autoverkehr mit Wendemöglichkeit links. Wir marschieren über den Bergstadtweg zu einer Weggabelung. Rechts zweigt der wunderschöne, fast ebene schattige Miesle Haldenweg über der Bahnlinie nach Osten ab. Zu Beginn sichert ihn ein Holzgeländer und man kann immer wieder einen Blick zu den Anlagen am Rhein und zur Schmittenau werfen, bevor man endgültig in den Wald eintaucht. Rechterhand taucht auf einer kleinen Freifläche ein Wasserreservoir auf. Nicht weit davon entfernt liegt im Wald ein Waldkinderhort, der Kindern vielerlei Möglichkeiten bietet, sich mit dem Leben und den Wundern der Natur auseinanderzusetzen. Auf dem weiteren Weg Richtung Osten begleiten uns linkerhand Felsformationen aus Muschelkalk. Plötzlich erkennen wir drei besondere Einbuchtungen mit Schutthaufen davor. Man vermutet, dass hier während dem Zweiten Weltkrieg mehrere Stollen in den Berg getrieben wurden um Bevölkerung und Güter besser zu schützen. Die genaue Nutzung der Stollen ist nicht erforscht.

Der Wald lichtet sich, die heiße Sonne brennt hier auf den Wanderweg, neben dem sich rechterhand ein ehemaliges Bahnwärterhäuschen zeigt. Heute ist es in Privatbesitz. Entlang der Bahnlinie zieht sich die stillgelegte Lonza mit dem Hochrhein-Gewerbepark. Auf der ehemaligen Abraumhalde erstreckt sich eine moderne Solaranlage. Topfeben und schnurgerade führt der Talweg weiter Richtung Osten. Pferdekoppels tauchen auf und vor der alten geteerten Querstraße Richtung Gurtweil wird an einem mächtigen Stamm das Ende des Misle Haldenwegs gekennzeichnet. Daneben liegt eine Brücke, auf der der Betrachter direkt die kerzengerade Bahnlinie beobachten kann. Unser Blick weitet sich nach Norden über zahlreiche Felder. Im Dunst der heißen Sommersonne taucht am Ortsrand von Gurtweil das weiße Probsteischloss mit der Heimkapelle auf. Über den Schlüchtort hinweg gleitet der Blick den Hang hinauf zu Weilheim.
Unser nächstes Ziel ist der kühle Waldvorsprung links hinter den Elektrozäunen, das Großeichholz. Das Wanderzeichen an einer Linde soll uns dorthin führen. Der Wald nimmt uns auf. Wir treffen auf den Forlerlenweg als Querweg uins später auf den Grabenweg, der uns auf tiefe Gräben im Waldgelände hinweist. Weiter treffen wir auf einen Wegweiser und wir folgen dem Weg Richtung Bergstadt. Bei der Weggabelung unten müssen wir aufpassen, es geht aber ganz einfach immer nach Süden dem Rhein zu. Nur noch eine Steilhalde trennt uns vom bereits hinter uns ligenden Herweg der Bahnlinie entlang. Auch hier ergeben sich interesannte Einblicke in den geologischen Aufbau und in die Erdgeschichte der Waldshuter Umgebung. Kalkformationen erzählen aus der Jurazeit und andere Schichten aus der Eiszeit. Der Wald wird urwüchsig und dunkler. Wir sind nun mitten im Großeichholz. Das unheimliche Waldgebiet heißt "Hinterlachen". Links tauchen bald dunkle Tümpel mit sumpfartigem Bewuchs auf. Als weiteres Highlight dieses Wanderweges kommen wir in ein Gebiet, das immer noch die Auswirkungen des Sturmtiefs "Lothar" zeigt. Der Orkan fegte am 26. Dezember 1999 mit einer Geschwindigkeit von ca. 240 km/h über Süddeutschland und richtete starke Schäden an. Im Stadtwald Waldshut gingen 13500 Kubikmeter Wald zu Grunde. Auf dem Aarberg entsanden ca. 20 Hektar Kahlflächen.
Danach wird er Wanderweg heller und wir nähern uns der Bergstadt. Kurz davor sehen wir noch ein Mahnmal, das an die Zerstöärung eines ehemals wunderschönen Waldgebiets erinnert. In einem verschmutzten Waldweiher schwimmt ein Holzkreuz.
Nun stehen wir am Waldrand und an der östlichen Grenze der Bergstadt. Unsere Wanderung führt uns zum Schluss am südlichen Rand entlang vorbei an Villen mit Mittelmeerflair über den schon erwähnten unteren Zugangsweg zum aufgelassenen Steinbruch, dem Ausgangspunkt unseres Rundwegs.

Ausrüstung Feste Wanderschuhe, gegebenenfalls Regenschutz, bei warmen Wetter genügend Getränke mitnehmen! Bei Regen auf die Ausrutschgefahr achten.
Startpunkt Waldeckstraße
Öffentliche Verkehrsmittel Mit dem Zug bis zum Bahnhof oder Bus bis Busbahnhof Waldshut, Fußweg zum Start der Tour ca. 15 Minuten
PKW Über die B34 oder B500 nach Waldshut, danach über die Brückenstraße und die Waldeckstraße bis zum Startpunkt
Parken Parken am alten Kalksteinbruch auf einem Wanderparkweg

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Quelle

Ferienwelt Südschwarzwald