Laufenburg: Jubiläumsweg 750 Jahre Rotzel
Leicht
Ein informativer Wanderweg mit viel Abwechslung und Alpensicht und so mancher geschichtlicher Überraschung durch den Ort, über Wiesen und durch die abwechslungsreichen Wälder rund um das 750 Jahre alte Rotzel.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Wegebeschaffenheit
Wegmarkierung
Rotzel feierte im Jahr 2016 sein 750-jähriges Jubiläum. Allerdings ist Rotzel viel älter, geht doch dessen Entstehung ins siebte oder achte Jahrhundert zurück, als die Alemannen dieses Gebiet besiedelten und es als "Rotsol", die rote Sole, bezeichneten. Jedoch trat der Ort erst am 28. April 1266 im Urkundenbuch des Klosters St. Blasien in Erscheinung. Namentlich aufgeführt wurden danach 1296 und 1299 Johann von Rotzel sowie 1304 Konrad von Rotzel, die vermutlich einem Dienstadel der Herren von Tiefenstein angehörten und mit dem Schutz und der Verwaltung derer Güter betraut waren. Aus den Akten des Generallandesarchivs Karlsruhe ist zu entnehmen, dass die Vogtei Rotzel mit ihren ansässigen freien Leuten im 14. Jahrhundert maßgeblich dazu beigetragen haben dürfte, dass die Habsburger die Ortsherrschaft erlangte.
Das Dorf gehörte zum Waldvogteiamt in der Grafschaft Hauenstein (Einung Hochsal). Ab 1805 war Rotzel im Großherzogtum Baden dem Oberamt Säckingen zugeordnet, ab 1809 dem Oberamt Laufenburg, ab 1819 dem Bezirksamt Waldshut und von 1939 dem Landkreis Säckingen. 1972 wurde die eigenständige Gemeinde Rotzel nach Laufenburg eingegliedert und gehört seitdem zum Landkreis Waldshut.
Mit 723 ha ist Rotzel der flächenmäßig größte Ortsteil von Laufenburg und zählt aktuell 645 Einwohner. Er erstreckt sich im Norden bis zum Süßhof (750m ü.NN) und reicht im Süden bis zum Allmendwald (410m ü.NN). Kartografisch wurde die Gemarkung Rotzel erstmals um 1780 erfasst.
Anlässlich des Jubiläums wurde ein Jubiläumspfad erstellt, welcher auf 10 Infotafeln verschiedene Themen rund um Rotzel darstellt.
Autorentipp
In Hochsal ziert seit 2024 auch ein Fassadengemälde mit der Einungstanne der Grafschaft Hauenstein das Gebäude des Kindergartens. Mehr zur Geschichte der Grafschaft findet sich auf der Website.