Tipp Wanderungen

Waldshut-Tiengen: Auf dem Gaisbergweg über den Kalvarienberg

Schwierigkeit Mittel
Länge 2.5 km Dauer 00:45 h
Aufstieg 85 m Abstieg 85 m
Höchster Punkt 442 m Niedrigster Punkt 358 m
Auf dieser kleinen Rundwanderung finden wir einige interessante Bauten, wie Kapellen und Stationen des Stationen- / Kreuzwegs. Nebenbei können immer wieder wunderbare Aussichten genossen werden.
Eigenschaften aussichtsreich, Rundtour, Einkehrmöglichkeit
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft
Beste Saison
  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez
Diese Wanderung erschließt uns einen Teil des Südosthanges des Aarberges unter und neben dem Waldfriedhof über dem Gurtweilerhang. Den Abschluss bildet der Kalvarienberghang. Einkehrmöglichkeiten ergeben sich in der Innenstadt und rund um den Bahnhof.

Wegbeschreibung

Wir beginnen am Gaisbergweg mit einem kaum bekannten Hangpfad gegenüber einem Hundezwinger mit wachsamen Huskys. Der verwachsene Pfad ist kaum erkennbar, trotzdem schreiten wir nach oben und erkennen nach unten den Gaisbergweg und das Untere Tal. Bald verbreitert sich der Weg, Kies ist hier planlos gestreut. Rechts geht es Richtung "ehemalige Ebiwerkstatt", links auf schmalem Steg weiter nach oben. Hier ist ein Blick auf die geologische Struktur am Berghang zu werfen. Muschelkalk und andere Ablagerungen zeugen vom Jurameer, das sich vor 230 Millionen Jahren hier ausbreitete.
Fast wie im Hochgebirge geht nun der mit Stahlgeländer begrenzte Steipfad unter Eichen und Buchen weiter in die Höhe. Nach kurzer Zeit biegt der Weg nach links ab. Steil unter uns wird die Kalvarienbergstraße sichtbar.
Die Hochfläche ist nun erreicht und ein kaum sichtbarer leichter Pfad führt uns nach Osten Richtung Bergfriedhof. Plötzlich taucht ein ca. 20 Meter hoher Fernsehturm auf. Das Häuschen daneben informiert uns, dass es ein Umsetzer des Südwestfunks ist.
Neben dem westlichen Friedhofsgitter führt der Wanderweg am Wald entlang zur Friedhofsstraße. Vom Weg her nicht sichtbar liegt im vorderen rechten Winkel eine alte Schanzanlage, heute vollkommen verwildert und ohne Hinweise. An der Friedhofsstraße angekommen treffen wir auf den Gurtweiler Kreuzweg. Er besteht in seiner ersten Form seit 1736 und wurde vom Gurtweiler Obervogt Josef Gleichauf ins Leben gerufen. Einen würdigen Eindruck in der Stille des Waldes bietet der seit 1939 bestehende Waldfriedhof. Die alten Begräbnisbauten mit einer nach Norden offenen Leichenhalle sowie das alte Friedhofswärterhaus empfangen noch heute hier die Besucher. An der Friedhofsgärtnerei vorbei marschieren wir zur Kalvarienbergskirche. Nicht mehr so einsam wir zur Zeit der Entstehung 1715 erhebt sie sich inmitten ihrer grünen Umgebung. Der Barockaltar ist zugleich die 12. Station des Waldshuter und Gurtweiler Kreuzwegs.
Nach unten Richtung Waldshut führt der schmale Wanderweg. Wir gehen auf dem alten Stationenweg entlang und erreichen eine kleine Kapelle, die schon 1717 errichtet wurde und ursprünglich eine Pietadarstellung vor einer Kreuzabnahme enthielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde allerdings aus ihr eine Kriegergedächtniskapelle. 266 Gefallene, 104 Vermisste und 15 durch Bombenangriffe getötete hatte die Stadt zu beklagen. Sie alle wurden hier geehrt.
Der Weg hellt sich auf und wir erreichen eine zweite Kapelle, die uns zu einer wohlverdienten Rast einlädt. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf das Bahnhofsvietel der Stadt. Das Gotteshäuschen ist heute dem Heiligsten Herz Jesu gewidmet, ursprünglich war es eine Schmerzenskapelle. Nicht weit vom Ruhebänkchen entfernt tut sich uns eine bezaubernder Blick Richtung Rhein auf. Von der Kehre der Kalvarienbergstraße aus windet sich das Kalvarienbergwegle Richtung Bergstadt. Darüber können wir nun wieder zu unserem Ausgangspunkt, dem Gaisbergweg, kommen.
Sicherheitshinweis Die Pfade sind teilweise sehr verwachsen. Bei Regenwetter herrscht Ausrutschgefahr.
Ausrüstung Wanderschuhe, gegebenenfallss Regenschutz
Startpunkt Am Gaisbergweg
Öffentliche Verkehrsmittel Mit dem Bus bis zur Haltestelle "Im unteren Tal" Waldshut oder auch "Römerplatz" Waldshut
PKW Über die B34 oder B500 nach Waldshut, weiter über die Gurtweiler Straße bis zum Gaisbergweg.
Parken Parken am Waldfriedhof

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Quelle

Ferienwelt Südschwarzwald